
Die Knochenmarkspende
Wie läuft die Knochenmark-Spende ab?
Falls die Bestätigungstypisierung zeigt, dass man tatsächlich für den Patienten ein
geeigneter Spender ist, ist der Zeitpunkt gekommen, an dem Sie sich endgültig entscheiden
müssen, ob Sie für den Patienten zur Verfügung stehen. Nach einer gründlichen gesundheitlichen
Untersuchung und Aufklärung durch einen Arzt muss zunächst eine schriftliche Einverständniserklärung
erfolgen. Etwa eine Woche vor dem für die Transplantation angesetzten Termin, beginnt für den
Patienten die Vorbereitungsphase, bei der sein krankes Knochenmark durch Chemo- und unter
Umständen auch durch Strahlentherapie zerstört wird. Ab diesem Zeitpunkt kann der Patient
ohne eine nachfolgende Übertragung gesunder Stammzellen nicht überleben.
Zwei Verfahren zur Spende
Die für die Spende wichtigen Stammzellen befinden sich u.a. in hoher Zahl im Beckenkamm.
Es gibt zwei Entnahmewege:
1. Die periphere Stammzellentnahme
2. Die Knochenmarkentnahme
Periphere Stammzellentnahme
Bei der peripheren Stammzellentnahme wird dem Spender fünf Tage lang ein körpereigener
hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht, der vom Körper z. B. auch bei
fieberhaften Infekten produziert wird. Dieses Medikament stimuliert die Produktion der
Stammzellen und bewirkt, dass vermehrt Stammzellen im Blut zirkulieren. Diese können dann
über ein spezielles Verfahren aus dem Blut entnommen werden, welches einer längeren
Blut-Plättchen-Spende (Thrombozyten-Spende) sehr ähnelt. Eine Narkose ist für diese Entnahmeform
nicht notwendig.
Außerdem besteht ein weiterer Vorteil darin, dass die Spende ambulant durchgeführt werden kann.
Dieses Verfahren wird in der Medizin seit 1988 angewandt. Nach dem heutigen Stand der Forschung
gilt das Risiko von Langzeitnebenwirkungen als gering.
Knochenmarkentnahme
Bei der Knochenmarkentnahme (nicht zu verwechseln mit Rückenmark!) wird dem freiwilligen
Spender unter Vollnarkose ca. ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch (entspricht ca. 5% des
Gesamtvolumens) aus dem Beckenknochen entnommen. Das entnommene Knochenmark bildet sich
innerhalb von zwei Wochen vollständig nach. Was bleibt, sind kleine Narben über dem Gesäß
und das gute Gefühl, einem Menschen die Chance auf ein neues Leben gegeben zu haben.
Insgesamt verbleibt der Spender zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Das Risiko für den
Knochenmarkspender ist sehr gering. Es ist im Wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko
beschränkt. Um mögliche Komplikationen auszuschließen, wird der Stammzellspender -
wie oben geschildert - vorher immer&xnbsp;eingehend untersucht.
Welches Verfahren bei der Stammzellspende angewandt wird, richtet sich nach den Belangen des
Patienten. Nach Möglichkeit wird auf die Wünsche der Spender Rücksicht genommen.
In Hamburg wurden 2006 10% der Knochenmark-spenden durch eine Beckenkamm-Punktion
durchgeführt, 90% durch eine Stammzellspende aus dem peripheren Blut.
Fragen?: Wir stehen während der Aktionstage an den Infoständen für deine Fragen zur Verfügung! Schicke uns auch
gerne eine Mail: info@hamburg.uni-hilft.de
Wie kannst Du helfen??
Komm an den Aktionstagen ins Audimax und lass Dich typisieren!
Erzähl allen Deinen Freunden von der Aktion und bring sie am besten gleich mit!
Komm zu unseren Fundraising-Veranstaltungen, informiere Dich über Leukämie und lass eine kleine
Spende für das Projekt da!
Hamburg braucht Helden!
Hamburg braucht DICH!
Häufige Fragen:
Wer darf spenden?
Alle, die zwischen 18 und 55 Jahre alt sind. Der Spender darf keine Infektionskrankheiten haben,
außerdem muss er selber gesund sein (kein behandlungspflichtiger Bluthochdruck, Diabetes mellitus, Krebs, etc.),
damit die Spende (und eine damit evtl. verbundene Narkose) für ihn kein Risiko darstellt.
Muss ich mich noch
einmal typisieren lassen, wenn ich schon in einem anderen Register (z.B. DKMS) eingetragen bin?
Nein! Alle Register werden weltweit zusammengeschaltet, man muss nur in einem von ihnen registriert sein
(sonst entstehen unnötige Mehrkosten und viel Verwirrung).